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Uhren - Lexikon

Fachbegriffe verständlich erklärt

AUTOMATIKUHR

Als erste Automatikuhr gilt die 1931 von Rolex entwickelte Rolex Oyster Perpetual. Der meist kugelgelagerte Rotor der Automatikuhr, bleibt aufgrund seiner Schwerkraft und Massenträgheit bei der Bewegung des Uhrgehäuses im Raum stehen. Durch die ständigen Armbewegungen wird auf den Rotor der Automatikuhr ein Drehmoment ausgeübt welcher die Kraft auf den Aufziehmechanismus überträgt. Idealerweise wird die Uhrenfeder bei Bewegungen in beide Drehrichtungen aufgezogen. Bei Drehbewegungen in der Achse des Rotors im Gehäuse, ist das Prinzip auf den Trägheitsmoment des Rotors ausgerichtet.

Automatikuhren funktionieren deshalb auch bei Schwerelosigkeit. Bei den Drehbewegungen die senkrecht zu der Achse des Rotors wirken, kommt der Abstand der Symmetrieachsen derselben zum Tragen. Durch den nur meist halbkreisförmig ausgebildete Rotor der Automatikuhr, fällt der Schwerpunkt nicht mit der Achse des Rotors zusammen. Wenn die Uhr leicht aus der Horizontalen gedreht wird, kann das fast für eine 180 Grad genügen. Das Überdrehen des Rotors wird durch eine Rutschkupplung verhindert. Eine Automatikuhr ist heute nicht nur einfach zu handhaben, sondern durch die fortwährende Entwicklung sehr ganggenau.

CHRONOGRAPH

Der Chronograph ist wortwörtlich ein Zeitschreiber mit Sekunden- Minuten- und Stundenzeiger, der mittels Drücker gestoppt, gestartet und wieder in seine Nullposition zurück gestellt werden kann. Das eigentliche Uhrwerk, ob mechanisch oder batteriebetrieben wird dabei weder angehalten noch gestartet. Die Variationen der Anzeige der Zeitmessung können heute sehr unterschiedlich sein. Sie gehen von einer Sekunden-, Minuten- bzw. 12/24h Stundenzählanzeige, bis hin zur Kombination mit einer Wochentagsanzeige. Auch eine Datumsanzeige findet häufig Verwendung. Der ersten mechanischen Armbanduhr Chronographen mit zwei Drückern setzten sich ab 1930 durch. 1970 wurden Chronographen durch die Verwendung von Quarzwerken günstiger und wesentlich kleiner.

CHRONOMETER

Nicht zu verwechseln ist ein Chronometer mit einem Chronograph. Der Unterschied besteht im Wesentlichen darin, dass die Ganggenauigkeit durch eine unabhängige offizielle Stelle in einem standardisierten Messverfahren geprüft wird. Erst dann, darf eine Uhr offiziell mit dem Hinweis Chronometer versehen werden. Als Chronometer werden heute aber auch „umgangssprachlich“ Uhren bzw. Chronographen bezeichnet, welche höchsten Ansprüchen hinsichtlich Fertigung und Präzision genügen.

DIGITALUHR

Eine Digitaluhr zeigt im Gegensatz zur anlogen Uhr, die Zeit in Ziffern an. Der verwendete Mechanismus der zur Zeitmessung verwendet wird, ob mechanisch oder elektrisch, ist hierbei nicht relevant. Die erste Digitaluhr stammt aus dem Jahre 1599 und befindet sich in Venedig auf dem Markusplatz.
Die Anzeige der Uhrzeit einer Digitaluhr erfolgt durch eine LCD-Anzeige. In den 70er Jahren per LED. Durch den hohen Stromverbrauch der LEDs war die Zeitanzeige jedoch nur per Knopfdruck und für wenige Sekunden möglich. Eine andere Anzeigemöglichkeit einer Digitaluhr waren Fallblätter die noch vor wenigen Jahren in Flug- & Bahnhöfen Verwendung fanden. Scheiben oder Walzen wurden früher z.B. bei Weckern eingebaut.

FUNKUHR

Die Funkuhr wurde 1972 von Wolfgang Hilberg erfunden, nachdem er 1967 die digital kodierte Zeitübertragung erfand und zum Patent anmeldete. Als Funkuhr wird eine Uhr bezeichnet, welche im Abstand von einer Minute per Langwellen Funk die aktuelle Uhrzeit übermittelt bekommt und die Uhrzeit automatisch korrigiert. Auch die Umstellung von Sommer- auf Normalzeit erfolgt automatisch. Trotz des minütlich ausgestrahlten Zeitsignals, fragt die Uhr aus Stromspargründen bei Armbanduhren nur einmal täglich, bei Weckern stündlich und bei Bahnhofsuhren minütlich ab. Funkgesteuerte Wanduhren, Wecker und Armbanduhren sind ebenso möglich wie der Einbau von funkgesteuerten Großuhren in Kirchtürmen etc.

TAUCHERUHR

Als Taucheruhr bezeichnet man eine druckfeste, wasserdichte Armbanduhr mit einer Mindesttauchtiefe von 200m. Diese Uhren werden benötigt um die Tauchzeit zu messen. Durch das Drehen der Lünette kann die Startzeit des Tauchgangs ausgewählt werden. Zur Sicherheit kann die Lünette der Taucheruhr nur gegen den Uhrzeigersinn verstellt werden, denn wenn sie sich während dem Tauchen ungewollt verstellen sollte, liegt die verstellte Startzeit immer vor der tatsächlichen Startzeit. Dadurch kann es nicht zu Problemen mit den Atemluftreserven kommen. Eine Taucheruhr darf in Deutschland nur verkauft und als Taucheruhr bezeichnet werden, wenn Sie alle Anforderungen nach DIN8306 erfüllt. Diese DIN stellt 13 Anforderungen an eine Taucheruhr. Prüfkriterien sind u.a. Wasserdichtigkeitsangabe in vollen 100 Metern, Ablesbarkeit auch bei Dunkelheit, Minuteneinteilung, Lünette oder vergleichbares, Temperaturresistenz, Salzwasserresistenz, Antimagnetismus, Funktion und Dichtheit bei Druck/Vakuum, Ganggenauigkeit, Stossfestigkeit.

Quelle: Wikipedia u.a.

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